Zähne putzen! Weiß wirklich jedes Kind Bescheid?

Jetzt einmal Hand aufs Herz: Wie halten Sie es denn so mit der täglichen Zahnpflege?

Warum ich Ihnen diese Frage stelle? Weil wir wissen, dass Zähne immer noch nicht von jedem so geputzt werden, wie es sein sollte. Schließlich sehen wir die Ergebnisse der häuslichen Mundpflege ja täglich in unserer Praxis – vor allem unser Prophylaxe-Team.

Sicher kennen Sie alle den Spruch „Drei mal täglich nach dem Essen – Zähne putzen nicht vergessen“! Wenn man sich daran hält, macht man sicher nicht viel verkehrt. In letzter Konsequenz geht es allerdings nur bedingt darum, den Mund von Speiseresten zu befreien. In erster Linie sollen bakterielle Beläge entfernt werden: von den Zähnen, vom Zahnfleischrand, aus den Zahnzwischenräumen und von der Zunge!

Um Ihnen die wesentlichsten Aspekte dieses wichtigen Themas nahe zu bringen, beantworte ich einmal fünf interessante Fragen rund um das Zähneputzen!

Warum ist das Zähneputzen so wichtig?

Bakterien lösen Krankheiten aus: Neben den bekannten Karieslöchern, geht es vor allem um die Parodontitis. Diese chronische bakterielle Entzündung des Zahnbettes kann dafür sorgen, dass Zähne ausfallen. Aber nicht nur das! Mittlerweile wissen wir, dass die Mundgesundheit auch Ihre allgemeine Gesundheit beeinflusst. Die Bakterien können aus dem Mund in den gesamten Körper gelangen und so Risiken für Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall oder rheumatoide Arthritis erhöhen.

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Was passiert eigentlich beim Zähneputzen?

Im Idealfall werden die bakteriellen Beläge – auch Biofilm oder Plaque genannt – von der Zahnbürste, der Zahnseide und den Zahnzwischenraum-Bürstchen entfernt. Natürlich werden auch Speisereste entfernt und das ist auch gut so. Denn gerade zuckerhaltige Lebensmittel sind ein guter Nähboden für die Bakterien.

Wie putzt man die Zähne?

Wichtig ist vor allem Eins: Wir putzen ohne Druck, um Zahnschmelz und Zahnfleisch nicht zu schädigen. Kinder putzen gerne mit kreisenden Bewegungen, weil es motorisch einfacher ist. Hierbei können allerdings Bakterien unter den Zahnfleischrand gedrückt werden. Deutlich besser ist die sogenannte Fegetechnik: Dabei wird die Zahnbürste leicht schräg am Zahnfleischrand angesetzt und die Beläge vom Zahnfleisch zum Zahn hin „weggefegt“. Und ob das Ganze dann drei Minuten dauert oder fünf – das ist individuell verschieden. Hauptsache alle Zähne und die Zahnzwischenräume sind sauber!

Wann putzt man die Zähne?

Nach dem Essen, morgens, mittags, abends? Wichtig ist es, den bakteriellen Zahnbelag alle 24 Stunden komplett zu entfernen. Damit man hier auf Nummer sicher gehen kann, sollte das Ganze zwei Mal täglich – in der Regel morgens und abends – statt finden. Vor allem am Abend ist gründliche Zahnreinigung wichtig: In der Nacht fließt weniger Speichel und Bakterien können sich besser ausbreiten. Auch das Zähneputzen vor dem Frühstück ist in Ordnung. Zum einen „vergisst“ man es nicht, weil es zu Hause hektisch wird und die Bakterien sind schon einmal weggeputzt, bevor sie das erste Mal am Tag gefüttert werden. Direkt nach dem Essen sollte man am besten nicht putzen – vor allem nicht, wenn saure Speisen oder Getränke mit im Spiel waren. Die Säure löst denn Zahnschmelz an und dieser kann durch das sofortige Putzen geschädigt werden.

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Warum ist eine professionelle Zahnreinigung wichtig?

Bakterien finden sich auch da, wo Sie mit Zahnbürste und Zahnseide zuhause nicht hin kommen. Vor allem in den Zahnfleischtaschen, die sich rund um die Zahnwurzel bilden können. Im Rahmen einer professionellen Prophylaxe wird unser geschultes Team hier aktiv und entfernt den Biofilm überall dort, wo er zu finden ist.

Wenn Sie bei uns sind, dann beantworten wir Ihnen auch gerne alle weiteren Fragen zum „Zähneputzen“, wie beispielsweise:

  • Welche Zahnbürste für mich geeignet?
  • Welche Zahnpasta soll ich nehmen?
  • Nehme ich Zahnseide oder Bürstchen?
  • Soll ich lieber elektrisch oder manuell putzen?
  • Wie putze ich meinen kleinen Kindern die Zähne?

Und das mit dem „Belag wegfegen“ zeigen wir Ihnen und Ihrer Familie auch gerne – bis es sitzt!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Ihr Dr. Gerald Schillig

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