Ein Patientenreim!

Heute möchte ich Ihnen einmal nichts über Zahnmedizin, Prophylaxe oder Implantate erzählen. Heute möchte ich einem Ihrer „Leidensgenossen“ das Wort erteilen – und zwar im wahrsten Sinne!

Wie hat Herr Walter es so schön formuliert, als er uns die Erlaubnis zur Veröffentlichung gab? Es freue ihn, dass sein Werk Beachtung finde, wobei „meine positiven Gemütsaufwallungen gegenüber Ihrer Innung sich ansonsten in Grenzen halten“!

Nun, lieber Herr Walter – ein gewisses Gefühl der Beklemmung und eine Art Unwohlsein bei den Gedanken an den Zahnarztstuhl ist wohl normal und uns gut bekannt. Umso mehr freuen wir uns über die Kreativität, mit der Sie unser Tun bedacht haben.

Herr Walter ist übrigens nicht nur Dichter und Denker, sondern auch Maler!

Ich wünsche viel Vergnügen! Ihr Dr. Gerald Schillig

ndliches

Ein Gedicht von Hans-Joachim Walter

Ein Mensch verspürt es schon lang, seit Tagen Ein Pochen, stechen – wo? nein, nicht im Magen Es quält ihn, es steigert sich Stund um Stund Ein Schmerzbereich, der tief liegt drin im Mund.

Der ganz Bezirk ist schon verformt und angeschwollen Wirkt wie ein Gebissgewitter mit Blitzdonnergrollen Das ist der Moment für die fachlich kompetente Innung Da greift ein Doktor ein, bringt den Patient zur Besinnung.

Der Fall der hier so aktuell, so garstig er auch ist Dessen Zuständigkeit liegt exakt beim Dentalist Ja, der gute Mann im unschuldig weißen Kittel Der bringt unbeschwerte Zeit zurück, weiß Mittel.

Seine Anweisung wird nun schnellstens ausgeführt Die Hoffnung steigt das man bald kein Schmerz verspürt Es folgt ein Blick in den weit aufgerissen Rachen. All Regung wär da möglich, nur nicht das Lachen.

Der Helfersmann kommt in Fahrt, geht aufs Ganze Er bohrt, schleift, ganz modern im Hightechglanze Jetzt geht’s zum Schluss, geht’s in die Vollen Der Schmerz ist weg, aber das Gesicht total verquollen.

Zugeben, ich kann keck reimen, bin zurzeit ohn Plage. Jedoch wenn ich’s bedenk und ehrlich zu mir sage – irgendwann erreicht es mich, bin dann auch soweit. Im Mund da zieht schon was, genau, es ist der Zahn der Zeit!“

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